reikigrade
Der 1. Grad

Der erste Grad:



Die Einweihung in den ersten REIKI-Grad findet traditionell in vier Einweihungsabschnitten statt. Bildlich kann man sich das so vorstellen, daß im ersten Abschnitt der Energiekanal geöffnet, im zweiten gereinigt, im dritten geschlossen und im vierten Abschnitt versiegelt wird. So wird ein dauerhafter Zugang zur Quelle der universalen Lebensenergie hergestellt. Ebenso werden bei den vier Einweihungsabschnitten die vier Energiekörper des Menschen (Ätherleib, Emotional- und Mentalkörper, spiritueller Körper) auf REIKI eingestimmt und ausgerichtet.

Bereits mit dem ersten Grad ist man ein vollständiger REIKI-Kanal. Man kann also sowohl anderen, als auch sich selbst, die universale Energie durch das Auflegen der Hände übertragen.

Mit der Einweihung in den ersten Grad wird eine Entwicklungsphase angeregt, bei der die Aufmerksamkeit nach innen und auf den Körper gerichtet sein soll. Dadurch kann man den Ausdruck und die Sprache des Körpers ganz neu verstehen lernen. Der Körper ist ein Spiegel unserer Seele. Er zeigt uns die Anteile unserer Persönlichkeit, die wir kennen, aber ebenso die, die uns noch verborgen sind, die wir nicht beachten oder sogar ablehnen. Dieses Abgelehnte und Mißachtete bildet unseren persönlichen Schatten. Er ist die Basis für Krankheitssymptome. Sie bringen uns auf ihre Art dazu, uns selbst gegenüber wieder aufmerksamer zu werden. Es geht nie darum, sie zu bekämpfen, sondern sie zu begreifen. Wer gegen die Krankheit kämpft, der stärkt sie nur, wer sich ihr zuwendet, der kann sie erlösen.

Die Einweihung in den ersten Grad setzt eine körperliche "Reinigungsphase" von ca. 3 Wochen in Gang, die vieles zu Tage befördern kann. Auch wenn die Arbeit mit REIKI ein ständiger Reinigungsprozeß ist, so ist doch die erste Zeit nach der Anbindung an die REIKI-Kraft von einer besonderen Intensität. Es ist möglich, daß man jetzt mit vielen Dingen konfrontiert wird, die man noch nicht vollständig bearbeitet hat. Es kann zu Hautreaktionen kommen, alte noch nicht ausgeheilte Erkrankungen können noch einmal akut werden, es kann auch sein, daß sich lange gestaute Aggression entlädt. Auch eine Phase depressiver Verstimmung kann einsetzen. Häufig verläuft der Klärungsprozess aber so subtil, daß er gar nicht wahrgenommen wird. Vieles ist möglich. Der Körper braucht diese Reinigung, um die Gifte, sowohl stofflicher als auch psychischer Natur, die er über lange Zeit angesammelt hat, wieder loszuwerden. Wer aufmerksam ist und REIKI regelmäßig anwendet, der kann viel über sich erfahren. Man lernt zu erkennen, wie sich Gedanken und Verhalten auf den Körper auswirken. Doch ob, wie und wann sich Reaktionen bemerkbar machen, ist nicht voraussehbar. Eines ist jedoch sicher: nichts bricht aus heiterem Himmel herein, sondern bei genauerem Hinschauen sind es immer "liebe, alte Bekannte", die sich jetzt noch einmal in Erinnerung rufen. Vielleicht, um sich für immer zu verabschieden oder aber weil sie nachdrücklich auf sich aufmerksam machen wollen. Man kann auf jeden Fall sicher sein, daß alle Reaktionen, wie auch immer sie aussehen mögen, immer der Heilung dienen und für einen inneren Klärungsprozeß unverzichtbar sind.

Es ist für den Praktizierenden wichtig, sich viel Zeit zu lassen, um einerseits das Wesen von REIKI durch den direkten Kontakt immer mehr zu begreifen und um anderseits wieder in Einklang mit sich und seinem Körper zu kommen.

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Meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse dazu:

Durch die eigene REIKI-Einweihung ist man nun jederzeit in der Lage, sich bei Bedarf selbst eine Ganzbehandlung zu geben, oder aber einfach nur zwischendurch kurz die Hände aufzulegen. Es bleibt aber nach wie vor die entspannendere Variante, sich von einem anderen verwöhnen zu lassen.

Durch die eigene Einweihung und damit dauerhafte Anbindung an die REIKI-Kraft kann man für sich mehr erreichen, als allein durch Behandlungen. Doch auch jetzt passiert nichts von allein! Wer sich REIKI nicht öffnen will, bei dem wird es nichts bewirken können. Es geschieht nur das und auch nur so viel, wie man selbst fördert, zuläßt und auch zu bearbeiten in der Lage ist. REIKI findet für jeden Menschen das genaue Maß an Anregung, das nötig ist, um die anstehenden Aufgaben in Angriff zu nehmen. Es fordert viel Eigenarbeit, überfordert aber nicht. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, so wird man aber auch durch liebevolle Erfahrungen reich belohnt.

Es gibt Menschen, die keinerlei Wirkung bei der Anwendung oder auch bei der Einweihung in REIKI verspüren. Dazu sei zuerst gesagt, daß die Wirkung nicht davon abhängt, ob jemand viel spürt oder nicht. Dennoch muß man genau prüfen, ob man sich nicht deshalb einer Wahrnehmung verschließt, weil man insgeheim bestimmte Vorstellungen, Ängste oder Erwartungen hat. Solange diese noch bestehen, wird man vielleicht vieles wahrnehmen, aber selten sich selbst. Doch der I.REIKI-Grad ist ja gerade dazu da, Erkennen und Loslassen zu üben.

Man könnte den ersten REIKI-Grad auch als Lehrzeit betrachten, in der man viele Zusammenhänge lernt. Aber REIKI ist eben nur hilfreich, wenn man es auch anwendet, und so macht auch hier die Übung vielleicht irgendwann den Meister.

 

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