|
Erfahrungen
Auf dieser Seite möchte ich gern einige Begebenheiten, Erkenntnisse und
Geschichten wiedergeben, die ich durch mein Leben mit REIKI erfahren habe.
.....................................................................................................................
*
Diese Begebenheit hat für mich sehr viel Anschauliches, und ich erzähle sie
immer wieder gern zum besseren Verständnis dafür, wie REIKI zu mehr Bewußtheit
und Selbstwahrnehmung führt.
Die Müllmänner
Im vergangen Sommer kam ein junger Mann zur REIKI-Behandlung zu mir. Wir
waren uns gleich sympathisch, sprachen viel miteinander und er bekam seine erste
REIKI-Behandlung, die ihm offenkundig sehr guttat.
Als wir uns eine Woche später wiedertrafen, erzählte er mir, was ihm nach
der ersten Behandlung passiert war: Nachdem er mich verlassen hatte, wollte er
gern noch das schöne Wetter genießen und setzte sich deshalb in ein
Straßencafé. Dort fiel ihm auf, daß überall um ihn herum Müllmänner dabei
waren, die Papierkörbe zu entleeren. Das ließ ihn zwar stutzen, war
aber eigentlich noch nichts wirklich Besonderes. Erst als er während seiner
Fahrt mit der U-Bahn nach Hause fast auf jedem Bahnhof Männer sah, die Müll entsorgten, wurde ihm die Parallele zu sich selbst bewußt.
Schließlich fing er doch auch gerade an, mit Hilfe von REIKI sich seines
"inneren Mülls" zu entledigen. Als er dies seinen Freunden erzählte,
haben sie sich nur lustig über ihn gemacht, dennoch war er sicher, daß all
dies ihm zeigen sollte, daß er auf dem richtigen Weg war. Natürlich wären die
Müllmänner auch ohne seine Aufmerksamkeit dort gewesen, aber er hätte sie gar
nicht bemerkt. Stattdessen machte ihn seine neue innere Ausrichtung sensibel
für das Geschehen in ihm, und er suchte sich dafür äußere
Repräsentanten, die ihm dieses innere Bild bestätigten. Diese Erkenntnis konnte
ich ihm dann nur noch bestätigen.
Im Laufe der folgenden Behandlungen klärte sich einiges in seinen Leben und
er war in der Lage, vieles loszulassen und neue Impulse umzusetzend. Ich war
unglaublich erstaunt, was er alles wußte, sich selbst erarbeitete und erkannte.
Ich muß sagen, ich war richtig stolz auf ihn! Er wandelte sich binnen weniger
Monate von einem bedrückten Entlein in einen stolzen Schwan. Er war auch immer
ein sehr gern gesehener Teilnehmer unserer REIKI-Runde, denn er steckte alle mit
seiner positiven Ausstrahlung an.
Heute hat er sich den Traum erfüllt, einmal im Ausland zu arbeiten, und ich
wünsche ihm von Herzen alles Gute!
Was uns diese Begebenheit zeigen will ist, daß man durch REIKI aufmerksamer
für sich selbst werden kann. Wenn man lernt, alles was einem begegnet
bedeutsam zu finden, dann bekommt auch alles Bedeutung und Sinn. So kann man
selbst aus so banalen Alltagserlebnissen tiefe Erkenntnisse gewinnen.
*
Vor einiger Zeit hatte ich das Bedürfnis, das was REIKI für mich ist,
einmal anders auszudrücken. Dann fiel mir dieses Gleichnis ein:
Die Geschichte vom schlafenden See
Es war einmal ein See, so rein und klar, so wunderschön, daß es in keiner Sprache der Welt Worte gibt, um ihn zu beschreiben. Um ihn herum war eine Landschaft von unbeschreiblichem Liebreiz, die Sonne schien und der Himmel war voller Harmonie und Frieden. Es war, als läge der See in tiefem Schlaf, und im Traum hörte man ihn immer wieder fragen: "Wer bin ich?"
Eines Tages kam ein Wanderer des Wegs. Er war weit gereist, durch alle Länder und Kontinente. Als er das Ufer des schlafenden Sees erreichte, ließ er sich dort nieder und streckte seine müden Glieder in die Sonne. Plötzlich begann ein leichtes Lüftchen zu wehen und der ruhig schlafende See begann zu erwachen. Rhythmisch bewegten sich leichte Wellen auf seiner Oberfläche. Am Ufer umspielten sie zaghaft die nackten Zehen des Wanderers. Als dieser das Rauschen des Wassers vernahm, war es ihm, als höre er den See fragen: "Kannst du mir sagen wer ich bin?"
"Nein", antwortete der Wanderer, "das kann ich nicht. Aber ich könnte dir dabei helfen, es selbst herauszufinden." "Oh, ja!", rief der See voller Freude, "bitte sage mir was ich tun muß, um zu erkennen, wer ich bin." Der Wanderer schaute betrübt drein, atmete tief ein und ein tiefer Seufzer entfuhr seinem Mund. Er war ein weiser Mann und wußte um das Geheimnis von Leben und Tod, er kannte Licht und Finsternis. Deshalb sprach er: "See, ich will dir zeigen, wie du erfährst, wer du bist, aber es wird eine schwere Zeit für dich werden. Da du aber nun erwacht bist, gibt es auch kein Zurück mehr für dich."
Überglücklich ließ der See Tausende Wellen auf seiner Oberfläche tanzen, was aussah, als würde er vor Freude zerspringen. " Hurra!", hörte ihn der Wanderer jubilieren. "Aber sag´, was soll ich nun tun?" Der Wanderer holte aus seiner zerschlissenen Jacke einen kleinen Beutel, öffnete ihn und streute das Pulver, das sich in ihm befand, in das Wasser, dann sagte er: "Als erstes mußt du sterben."
Augenblicklich geschah etwas Unfaßbares. Mit lauten Getöse und Donnergrollen begann sich der Himmel zu verdunkeln, die Sonne verschwand und ein heftiger Sturm peitschte über den See, der sich
zusehend zu einer pechschwarzen Brühe verwandelte. Alles begann sich zu drehen, und wie in einem immer heftiger werdenden Strudel wurde der See und alles um ihn herum in den Abgrund gesogen. Vorbei waren nun Harmonie und Frieden, denn wo einst die Sonne schien und alles um sich herum erstrahlen ließ, war nun nur noch eiskalte Finsternis. Auch unseren See gab es nicht mehr, denn was von ihm übrig blieb, war eine Unzahl schwarzer, zäher Tropfen, die in dieser Dunkelheit umherirrten. Jeder für sich kämpfte nun um seinen Platz in der Menge anderer Wassertropfen. Es herrschte Gewalt, Mißgunst und das Gesetz des Stärkeren. Einige von ihnen fingen an, sich zusammenzurotten und gemeinsam gegen andere zu kämpfen. Viele wurden dabei vernichtet, aber es kamen auch unaufhörlich neue hinzu, doch jeder von ihnen hatte nur ein Ziel: der Mächtigste und Stärkste von allen zu werden.
Doch trotz aller Dunkelheit im Herzen der Wassertropfen war die alte Zeit im strahlenden Glanz der Sonne nicht ganz vergessen. Ein winziger Funke glühte noch ganz im Verborgenen in jedem von ihnen. Einige begannen aus dieser Erinnerung heraus, ihre Finsternis neu zu gestalten. Sie malten einen neuen Himmel und eine Sonne, und versuchten damit die Dunkelheit zu erhellen. Dies gelang ihnen zwar nicht, aber nach und nach gewöhnten sie sich an ihre künstliche Welt, und es dauerte gar nicht lange, bis sie an ihre Echtheit glaubten und ihre wahre Herkunft fast vollständig vergaßen. Aber eben nur fast, denn in jedem einzelnen herrschte nach wie vor eine unstillbare Sehnsucht nach der verloren Einheit des Sees, wo alles eins war, ohne Unterschied, wo es nicht den Tropfen, sondern nur das Wasser gab. So ergab es sich, daß sich auch in dieser Gesellschaft der Finsternis immer wieder auch Paare, Familien und Gruppen bildeten, die einander zugetan waren, miteinander in Frieden lebten, sich gegenseitig respektierten und unterstützten. Dieses half, den in ihnen glimmenden Funken des Lichtes am Leben zu erhalten, doch auf Dauer konnten auch diese Gemeinschaften eine wahre Einheit nicht ersetzen, denn sie blieben einzelne Wassertropfen und die Sehnsucht wurde von Tag zu Tag größer.
Und dann geschah es. Just als die Dunkelheit am stärksten und die Not im Herzen am größten war, wurde ein Wassertropfen, von einem Lichtstrahl getroffen. Er traf ihn genau ins Herz, dort wo der längst vergessene Funken der einstigen Sonne noch glimmte. Im Nu brannte in ihm ein Feuer, daß seine Erinnerung an seine verlassene Heimat und an die Einheit des Sees wieder in ihm erweckte. Voller Freude rief er die anderen Tropfen und wollte sein inneres Feuer mit ihnen teilen. Doch nur sehr wenige waren bereit, ihm zu glauben, die anderen waren noch zu sehr in der Welt der Dunkelheit gefangen und hielten sie deshalb für ihre wahre Heimat. Sie hatten sich hier eingerichtet und die Vorstellung machte ihnen angst, ihre Gewohnheiten aufgeben zu müssen, auch wenn diese oftmals mit Leid verbunden waren. Die ihn erhörten waren diejenigen, die bereits am längsten in der Dunkelheit lebten, die nun ebenfalls ahnten, daß ihre Zeit reif war, das Licht zu empfangen. Als sich nun sein Glanz in ihnen auszubreiten begann, konnten sie aber auch ihre eigene innere Dunkelheit erkennen. Manche flohen voller Entsetzen, aber die anderen begriffen, daß sie es war, die ihnen den Blick verstellt hatte. Entschlossen begannen sie, sich von der Schwärze in sich zu säubern, so daß ihre alte Reinheit Stück für Stück wieder zum Vorschein kam.
Was war das für eine Freude, als die Tropfen wieder durch ihre Umhüllung blicken und sich selbst im Glanze der anderen spiegeln konnten! Je tiefer sie nun ineinander hineinsahen, desto stärker wurde in ihnen die Erinnerung und eine Kraft kehrte in sie zurück - die Liebe. Auf einmal sahen sie nicht mehr die einzelnen Tropfen, sondern den See.
Es war einmal ein See, so rein und klar, so wunderschön, daß es in keiner Sprache der Welt Worte gibt, um ihn zu beschreiben. Um ihn herum war eine Landschaft von unbeschreiblichem Liebreiz, die Sonne schien und der Himmel war voller Harmonie und Frieden. Es war, als läge der See in tiefem Schlaf, und im Traum hörte man ihn immer wieder sagen: "Ich bin".
*
Anhand der folgenden Geschichte, die sich vor ein paar Jahren zugetragen hat,
möchte ich gern aufzeigen, durch welch seltsame "Zufälle" manche
Menschen auf REIKI aufmerksam werden...............................
Der Schwan
Direkt vor unserem Haus befindet sich ein künstlich
angelegtes Wasserbecken, indem sich besonders in der kalten
Jahreszeit, unzählige Enten, Schwäne und Wildgänse tummeln. Das
ist ein toller Anblick, aber es bleibt auch nicht aus, das
mitunter eins der Tiere krank, verletzt oder tot im Wasser
treibt. Vorbeigehende, die das bemerken, rufen in diesen Fällen
meist die Polizei oder Feuerwehr an, die dann die Tiere aus dem
Wasser holen soll.
Damals beobachteten wir nun einen Schwan, der dem
Vernehmen nach mit einem Auto zusammengeprallt war und nun
tagelang verletzt im Wasser herum schwamm. Mehrfach wurde von
Spaziergängern die Polizei gerufen, die aber immer
unverrichteter Dinge wieder abrücken mußte, weil sich der Schwan
nicht einfangen ließ.
Eines Morgens beobachtete ich eine Frau, die aufgeregt am Wasser
stand und mit dem Handy telefonierte. Ich konnte mir schon
denken, daß auch sie dabei war, wieder die Polizei zu
alarmieren. Ich ging zu ihr und fragte sie. Richtig, sie hatte
soeben die Wasserschutzpolizei gerufen. Da es nun schon passiert
war, bot ich ihr an, mit ihr gemeinsam auf deren Eintreffen zu
warten. Währendessen erzählte ich ihr, was ich über den
verletzten Schwan wußte und was bereits alles an
Rettungsversuchen unternommen wurde. Der Schwan selbst war
mittlerweile schon ganz dicht am Ufer. Er leistete nun auch
keinen Widerstand mehr, als der Beamte der Wasserschutzpolizei
ihn schließlich aus dem Wasser zog. Allerdings sagte uns der
Polizist, daß er den Schwan nicht zu einem Tierarzt bringen
dürfe, da dies Kosten verursachen würde. Es war ihm nur möglich,
ihn abends im Tierheim abzugeben. Das wollten wir aber nicht!
Kurz und gut, da der Schwan nun an Land war und sich
ausgesprochen friedlich verhielt, beschlossen wir beide den
Schwan zum Tierarzt zu fahren. Auch mein Mann kam mit.
Die nette Tierärztin hatte allerdings keine gute Nachricht für
uns! Der Schwan war doch so erheblich verletzt, daß sie ihn nur
noch einschläfern konnte. Sie gab ihm eine Beruhigungsspritze
und ließ uns drei dann mit dem Tier für eine Weile allein. Uns
war allen zum Heulen zumute. Mein Mann und ich beschlossen dann,
dem Schwan wenigstens noch REIKI zu geben, und so legten wir die
Hände auf seinen Kopf. Unsere Begleiterin, die wir ja gerade
erst kennen gelernt hatten, guckte uns verwirrt an.
Als die Tierärztin nach einigen Minuten wieder ins Sprechzimmer
kam, war der Schwan friedlich unter unseren Händen
eingeschlafen. Eine Giftspritze war nicht mehr nötig.
Auf der Rückfahrt im Auto fragte uns unsere neue Bekannte, was
wir denn mit dem Schwan gemacht hätten, und wir sagten ihr, daß
das REIKI gewesen sei. Was! Sie konnte es kaum glauben, denn
gerade am Abend zuvor hatte sie beschlossen, REIKI
kennenzulernen!
....................................Zufall, Schicksal, REIKI............? Wer weiß das schon!
Auf alle Fälle hat dieser Schwan, Angelika und mich damals
zusammengebracht. Sie hat recht schnell auch angefangen, REIKI
zu lernen, und wir sind gute Freunde geworden.
Im Wäschekorb, in dem wir den Schwan transportierten, fand ich
später noch zwei ganz kleine Schwanenfedern, die wir beide heute
in Ehren halten.
..........auch so etwas wie dieses Erlebnis gehört zu den
Erfahrungen, die man mit REIKI machen kann. Es sind mir im Laufe
der Jahre einige solcher Geschichten begegnet. Sie alle haben
mich gelehrt, zu erkennen, daß wir wirklich nur ein ganz
kleines, aber wichtiges Rädchen im großen Getriebe sind, in dem
alles eins ist, ein jedes seine Aufgabe hat und alles untrennbar zusammen gehört.
*
Das Eso-Buch als Verführer
Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst - du könntest es eines Tages bekommen! (westlich-östliche Weisheit)
- Esoterik = der Weg zur SELBSTfindung -
Es fällt mir auf, daß in den letzten Jahren eine Reihe von Büchern den EsoterikMarkt erobert haben, die vorgeben, esoterisches Wissen zu vermitteln, die aber statt zur SELSTfindung, zur SELBSTtäuschung anleiten. Es ist sicher ein Segen, daß uns heute der Zugang zu jeder Art von Wissen möglich ist. Nichts ist mehr okkult, nichts ist mehr geheim, so gut wie alles finden wir in Büchern und im Internet. Aber der Nachteil dieser Freiheit ist, daß vieles nun auch für diejenigen zugänglich geworden ist, deren Bewußtsein noch gar nicht reif für die Begegnung mit der eigenen Wahrheit ist. Dadurch entstehen Mißverständnisse, Mißinterpretationen und letztendlich Leid.
Die Esoterik (der innere Kreis) galt bisher immer als Geheimlehre. Dies aber nicht deshalb, weil man sie für sich behalten und nicht mit anderen teilen wollte, ganz im Gegenteil. Das Wissen der Esoterik war immer schon für jedermann zugänglich, es war ein offenes Geheimnis. Es konnte aber nur von demjenigen in Besitz genommen werden, dessen Augen gelernt hatten, das Allgegenwärtige zu sehen und zu erkennen. Für alle anderen blieb es ein Buch mit sieben Siegeln.
Aber die Frustration vieler Menschen heutzutage ist groß, und die Neugierde auf alles, was neue Hoffnung verspricht, ist noch viel größer. Deshalb stehen wir nun einer Flut von Esoterik-Büchern gegenüber, die oftmals nicht mal das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Nur allzu oft wird hier der seelische Notstand moderner Menschen ausgenutzt, und durch wohlklingende, aber dennoch leere Esophrasiologie und Anleitungen zu verführerischen Mental-Techniken gewinnbringend vermarktet. Es gibt gewiß auch ein paar sehr schöne Exemplare, die es wert wären, wie ein Schatz gehütet zu werden, aber die wird man in den
Bücherregalen wohl eher in den hinteren Reihen finden. Stattdessen boomt der Markt der Pseudo-Esoterik, mit
Werken, die eine für jedermann leichtverständliche Lebenshilfe versprechen, damit der geneigte Leser mehr Erfüllung und Glück in seinem Dasein finden kann. Sicher ist das eine sehr ehrenwerte Absicht, nur leider geht der Plan selten auf. Im Gegenteil häufig wird durch das Konsumieren solcher Bücher, das wirkliche Er-leben völlig vergessen. Und so folgt dann ein Buch dem anderen, die Illusion von einem besseren Leben wird immer phantasievoller, aber auch die Kluft zur Realität immer größer.
Stellvertretend für vieles, was man im reichhaltigen Angebot esoterischer Literatur findet, möchte ich hier besonders auf jene Bücher eingehen, die sich im weitesten Sinn damit beschäftigen, daß der Mensch der Schöpfer seiner eigenen Realität ist. Sie erfreuen sich zur Zeit besonderer Beliebtheit. Ich habe bei weitem nicht alle gelesen, aber ich glaube doch, daß ich mir inzwischen einen guten Einblick verschafft habe. Deshalb möchte ich Euch gern an den Eindrücken teilhaben lassen, die ich durch die Lektüre dieser Werke bekommen habe.
Zuerst einmal haben Bücher dieser Art oft einen Titel, der etwas Außergewöhnliches verspricht und der den Leser neugierig macht. Sie sind häufig mit vielen bunten Bildern versehen und auch vom Sprachniveau her oft recht einfach. Manche Autoren ziehen es auch vor, den Leser zu duzen, um eine vermeintliche Nähe zu suggerieren. Ob es einem gefällt, ist Geschmackssache, aber wer möchte schließlich bei Titeln wie Bleep What the bleep do we (k)now?, The Secret Das Geheimnis, Gespräche mit Gott, Transsurfing Die Realität ist steuerbar oder Bestellungen beim Universum nicht wissen, wie das geht und was dahintersteckt? Wer nun allerdings erwartet, tatsächlich mit neuen oder gar geheimen Erkenntnissen konfrontiert zu werden, der wird sicher sehr enttäuscht sein. Insbesondere beim Lesen der Gespräche mit Gott war ich äußerst frustriert. Denn nachdem mir klar wurde, daß der Autor sich nicht eines geschickten literarischen Kunstgriffes bediente, sondern von sich tatsächlich behauptet, ein direktes Sprachrohr Gottes zu sein, hätte ich doch schon ein wenig mehr erwartet, als diese weichgespülten Eso-Phrasen auf dem Niveau von Schmalspur-Esoterik! Es ist schon einige Jahre her, daß ich dieses Buch gelesen habe, und wenn ich es seinerzeit nicht von einer lieben Freundin geschenkt bekommen hätte, und es nicht das einzige Buch gewesen wäre, das ich auf die Reise mitgenommen hatte, dann wäre es schnurstracks in den Mülleimer gewandert! Und das nicht etwa deshalb, weil der Inhalt unrichtig wäre und etwaige Anleitungen zu mehr Glück, Wohlstand, Wohlbefinden und Zufriedenheit nicht funktionierten, sondern im Gegenteil alles stimmt und alles funktioniert, und genau das ist das Problem!
Spätestens wenn man sich ein klein wenig mit den Erkenntnissen der Quantenphysik beschäftigt, findet man das uralte Wissen der Esoterik bestätigt, daß jeder Mensch seine eigene Realität selbst gestaltet. Diese Erkenntnis ist also alles andere als neu. Dennoch empfindet sie derjenige, der mit diesen Gedanken das erste Mal konfrontiert wird, als persönliche Revolution und bahnbrechende Umwälzung seines gesamten Weltbildes. Oftmals geht auch eine besondere Euphorie damit einher. Deshalb beginnen dann die einen, sich gemäß der neuen Einsichten gezielt eine scheinbar bessere Realität zu erschaffen, während die anderen hoffen, ihre kindliche Sehnsucht nach Geborgenheit stillen zu können, die ihnen das Bild der Einheit des Universums vermitteln soll. Alles ist einfach, alles ist logisch, alles macht Sinn. Und deshalb merken viele gar nicht, daß dies alles nur schöne Illusionen sind, die man auf diese Weise erlebt.
Die Unzufriedenheit der Menschen mit sich selbst, der Welt und ihrem Leben ist groß, und Esoterik ist in. Was liegt da näher, als einen einfachen Weg aufzuzeigen, der zu mehr Zufriedenheit und Geborgenheit führt. Und das alles unter dem Deckmantel pseudo-esoterischen Gedankengutes. Durch geschickt gewählte Stichworte fühlen sich all jene angesprochen, die sich nicht eins mit sich und der Welt fühlen, die allein und unglücklich sind, die Probleme und Fragen haben, für die sie keine Lösung und Antwort finden, die gestresst sind durch ihren Alltag und die nach einem Sinn und Halt im Leben suchen. Damit kann man bereits gewiß sein, die Zielgruppe in der absoluten Mehrheit der Menschen hierzulande zu finden. Damit ist der Absatz gesichert.
Autoren, die die Gunst der Stunde erkannt haben, machen sich dieses Bedürfnis zu Nutze. Ich möchte niemandem eine böse Absicht unterstellen, denn ich gehe einmal davon aus, daß die Verfasser dieser Bücher tatsächlich von dem überzeugt sind, was sie schreiben, aber das macht es leider keinen Deut besser. Ich habe noch in keinem der Bücher, die in diese Kategorie fallen, eine wirkliche Auseinandersetzung damit gefunden, geschweige denn eine auch nur annähernd zufriedenstellende Antwort darauf erhalten, was denn dieses ICH ist, das Wünsche, Vorstellungen, Erwartungen hat, das glücklich oder unglücklich ist und dem es nach den Vorstellungen der Schriftsteller besser geht, wenn es deren Erkenntnisse in sein eigenes Leben integriert haben wird. Bestenfalls gab es mehr zwischen den Zeilen gewisse Andeutungen, daß es vielleicht noch so etwas wie das SELBST gäbe, aber eine ernstzunehmende Differenzierung der im Menschen obwaltenden Ur-Kräfte habe ich nirgendwo gefunden. Mit anderen Worten: zu wissen, daß ICH der Schöpfer meiner eigenen Realität bin, hat erst einen Sinn, wenn ich weiß, wer dieses ICH denn eigentlich ist.
Und genau an dieser Stelle beginnt das eigentliche Problem, denn die übereinstimmende Erkenntnis aller Weisheitslehren besagt, daß es dieses ICH gar nicht gibt. Wie kann also etwas, das gar keine reale Existenz besitzt, Wünsche haben, deren Erfüllung nunmehr das erklärte Ziel zahlreicher Bücher und Publikationen geworden ist? Ganz einfach wir sind einmal wieder auf den Einfallsreichtum unseres EGOs hereingefallen, der Kraft in uns, die uns Glauben macht, wir wären ein eigenständiges Individuum, ein ICH, das losgelöst vom allumfassenden Schöpferplan allein regiert und selbst der all-einige Schöpfer ist. Diese Kraft wirkt in jedem Menschen. Sie ist notwendig für seine menschliche Entwicklung, aber sie ist das Gegenteil vom SELBST. Denn dieses ist nichts Persönliches, sondern es ist das selbe SELBST, das in jedem Menschen gleichermaßen lebendig ist. Wer aus dem SELBST heraus lebt, der hat keine persönlichen Wünsche und Vorstellungen, denn er weiß, daß in seinem Leben in jedem Augenblick alles vorhanden ist, was er braucht. Er lebt in dem Paradoxon, Teil einer unteilbaren Einheit zu sein, die er durch sein Dasein repräsentiert. Zu diesem Wissen führt ein wahrhaft esoterischer Weg.
Doch das ist gleichzeitig ein Selbstmordprogramm für das EGO, dem es sich aber aus gutem Grund standhaft widersetzt. Jedes EGO möchte gern zu einem Super-EGO mutieren. Deshalb ist ihm alles recht, was ihm sein persönliches Selbstbild bestätigt, und darum wird jedes EGO viele Wünsche haben, deren Erfüllung ihm helfen sollen, an sich selbst zu glauben. Das ist das Geheimnis der Esoterikwelle, von der wir zur Zeit heimgesucht werden. Sie führt nicht zur SELBSTerkenntnis, sondern sie unterstützt das EGO in seiner Selbstdarstellung. Aber es handelt sich zumeist um mißverstandene Esoterik, die sich zwar der selben Terminologie bedient, dennoch aber gegensätzliche Ziele anstrebt. Für sie geht es um den persönlichen Erfolg, das persönliche Glück, aber vor allem um die eigene Macht. Das wahre SELBST bleibt davon unberührt. Alles ist oft so geschickt verpackt, daß man den eigentlichen Plan nur schwer erkennen kann. Das Opium fürs Volk wirkt! Man ist zunehmend davon überzeugt, doch nun viel für sich und seine Entwicklung zu tun und glaubt, all das, was man gelesen hat, nun tatsächlich auch zu wissen. Aber man merkt dabei gar nicht, wie man sich stattdessen nur immer tiefer verstrickt.
Dabei ist die Erlösung doch so einfach! Man kann sie quasi mit dem Buch in der Hand von seinem Ohrensessel aus erreichen. Denn im Grunde müsse man sich lediglich auf seinen göttlichen Wesenskern zurückbesinnen, um sich seiner eigentlichen Natur wieder bewußt zu werden. Erst diese Idee macht den Selbstbetrug und die Geltungssucht des EGOs richtig perfekt, denn die Folge ist, daß sich nun das kleine, unerlöste ICH seinen größten Wunsch erfüllen darf, nämlich den, sich allein zum göttlichen SELBST zu erklären. Dies alles ist legitimiert von denen, die es schließlich wissen müssen von den Buchautoren.
Doch leider ist der Weg zur SELBSTerkenntnis nicht so einfach, wie man gern glauben möchte. Es ist ein harter und anstrengender Weg, er ist mühsam, erfordert viel Mut und läßt sich ausgesprochen schlecht verkaufen.
Wenn also so ein unerlöstes ICH seine eigene Realität selbst erzeugt, dann wird es auch immer seinen unerlösten Aspekten eine Form verleihen. Wenn es Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen hat, dann werden auch diese stets seine unbewußten Schattenanteile reflektieren. Das heißt, wenn man beginnt, seine Realität bewußt zu gestalten, muß man sich zuvor auf den Weg der SELBSTerkenntnis begeben haben, wenn dieser Weg nicht in einer Katastrophe enden soll. Denn das ICH allein identifiziert sich nur mit dem, was es selbst für gut hält, es wertet. Es berücksichtigt keinesfalls, was ihm beim Blick in den Spiegel nicht gefällt. So entsteht Schatten. Und dieser Schatten ist es dann wiederum, der der Grund für alle Probleme und Unzufriedenheit im Leben ist. So wird dieser Kreislauf niemals ein Ende finden, und das EGO kann auf ewig seine Rolle spielen.
Deshalb kann ich nur jedem raten, der sich ernsthaft auf die Suche nach seinem SELBST machen will, den vielen geschriebenen Worten mit sehr viel Aufmerksamkeit und Skepsis zu begegnen, denn die meisten halten nicht, was sie versprechen. Vielmehr wird man nach anfänglichen Erfolgen meist die Rechnung für all die erfüllten Wünsche präsentiert bekommen und die ist nicht selten sehr hoch! Doch das ist auch gut so, denn nur so lernen wir.
Deshalb ist es für mich besonders wichtig, insbesondere für den Umgang mit REIKI, Euch immer wieder auf die Gefahren und die Verführungen hinzuweisen, die auf diesem Weg allgegenwärtig sind. Unser wahres SELBST hat keine Wünsche, sondern es ist. Wir erleben es in unserem ganz normalen Dasein. Es lebt seine Vollkommenheit durch Licht und Schatten gleichermaßen. Wir müssen nur hinschauen, mitschwingen, miterleben und annehmen. Die Wirklichkeit will wahr-genommen werden, um zur inneren Wahrheit werden zu können. Nicht in Büchern können wir den Weg zu ihr finden, sondern im Er-leben unseres ganz normalen Alltags.
*
Der Umgang mit REIKI-Büchern
Als ich REIKI 1996 kennenlernte, gab es auch schon diverse Bücher zu
diesem Thema. Das wunderte mich ein wenig, denn REIKI sollte doch eigentlich
eine mündliche Tradition sein. Anfangs empfand ich sie dennoch als
Bereicherung. Es war schön zu lesen, wie andere Menschen REIKI erlebten, und es
gab auch die eine oder andere Anregung. Doch mit zunehmender eigener Erfahrung
ließ die Freude nach. Insbesondere nachdem ein REIKI-Buch nach dem anderen auf
dem Markt erschien.
Ich habe mittlerweile schon lange keins mehr in die Hand bekommen, das mir
wirklich gefiel. Stattdessen werden sie für mich zunehmend zum Ärgernis. Wo ein einziges
kleines Büchlein genügt hätte, werden Dutzende dicker Wälzer auf den Markt
gebracht, die von der Schlichtheit und Einfachheit von REIKI nicht mehr viel
übriglassen. Vieles wird verkompliziert oder dazuerfunden. Manches klingt
derart abgehoben und verschroben, während andere Darstellungen REIKI geradezu
banalisieren und verharmlosen. Am Ende kennt sich
kaum noch jemand aus, was dann wiederum ein willkommener Anlass ist, Bücher
über den angeblich authentischen Ursprung von REIKI zu schreiben und sich mit
anderen darüber zu streiten. Ich habe sogar im Vorwort zu "Das
REIKI-Meister Buch" gelesen, wie die dortigen Autoren ihre Sachkompetenz
allen Ernstes damit begründen, daß sie bereits so viele Publikationen über
REIKI veröffentlicht haben! So kann man natürlich auch argumentieren, frei
nach dem Motto: Wer am lautesten (meisten) schrei(b)t hat recht.
Deshalb sollte man den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema REIKI nicht
allzuviel Bedeutung beimessen, auch wenn sie von REIKI-Meistern stammen. Ebenso
wie in anderen
Bereichen, so leben auch viele REIKI-Autoren, ohne es zu merken, nur ihre eigene Profilneurose aus.
Ich bezeichne sie für mich persönlich als die "REIKI-Mafia", die
immer wieder versucht, REIKI und dem REIKI-System ihren eigenen Stempel
aufzudrücken, indem sie durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen das allgemeine Bild von
REIKI bestimmt. Es sind dabei immer wieder die selben Autoren, die von sich
Reden machen. Ich setze einmal voraus, das jeder dies zwar nach bestem Wissen und
Ge-wissen tut, aber die meisten vermögen es dann doch nicht, über den Rand
ihres kleinen Tellers hinauszublicken. Man kann
bestenfalls weitergeben, wie man selbst REIKI praktiziert und erfahren hat und
vielleicht welche Erkenntnisse man persönlich daraus gewann. Dies ist aber stets individuell und
darf niemals als allgemeingültig betrachtet werden. Außerdem orientiert sich
die Darstellung von REIKI viel häufiger am Markt als an der Wahrheit, denn
diese verkauft sich bekanntermaßen nicht gut. Doch so läßt es sich bequem und
lukrativ im alten Denkmuster weiterleben,
ohne daß man sich selbst all zu sehr in Frage stellen müßte.
Deshalb trägt jeder
Satz und jedes Wort meist mehr zur Verwirrung als zur Klärung bei. Es geht
sogar so weit, daß manch ein REIKI-Schüler den Büchern mehr vertraut, als
seinem eigenen Erleben! Solange man sie als Anregung und Denkanstoß für sich
nutzt, ist es gut und schön, aber man muß
sich dessen immer bewußt bleiben, daß man über REIKI aus Büchern nichts erfahren kann. Man muß es mit dem Herzen erspüren! Deshalb sollte man all dem,
was man über REIKI zu lesen bekommt (einschließlich dieser Ausführungen hier), stets kritisch gegenüberstehen. Nur das
eigenen Erleben führt zur Erkenntnis.
*
Die universellen Gesetzmäßigkeiten eines REIKI-Systems
Es gibt mittlerweile zahlreiche Systeme und Schulen, die die Bezeichnung REIKI für sich in Anspruch nehmen. Manche legen Wert darauf, ihre Wurzeln original auf Mikao Usui zurückzuführen, andere wiederum sind stolz, mit ihren Erweiterungen geheimere, kraftvollere oder heilendere Energien aktivieren zu können, als das nur das normale Usui-REIKI vermag. Wer soll sich da noch auskennen?
Ich selbst hatte von Anfang an nie den geringsten Zweifel an dem System, wie ich es von meiner Lehrerin gelehrt bekam. Ich habe instinktiv gespürt, daß es so wie es ist vollständig und richtig ist. Erst nach und nach, durch die intensivere Beschäftigung mit REIKI, habe ich diese Ahnung dann auch bestätigt bekommen. Doch nicht etwa dadurch, daß ich mich an den Dogmen irgendeines REIKI-Systems orientiert habe, sondern viel eindeutiger, authentischer und wahrer - nämlich durch eigene SELBSTbeobachtung und die Beschäftigung mit dem menschlichen Entwicklungsweg im allgemeinen.
REIKI ist nämlich nichts Abgehobenes, für das eigene Regeln existieren, sondern es unterliegt den selben Gesetzmäßigkeiten wie alles im Universum. Wer dies erkennt, der hat schon einige gute Kriterien, mit denen er die Spreu vom Weizen trennen kann, das heißt, wenn REIKI wirklich ein Heilsweg ist, dann muß es Übereinstimmungen mit allen anderen Weisheitslehren geben. Und so ist es auch. REIKI selbst ist die Essenz aller Weisheitslehren und Religionen. Jeder hat andere Bezeichnungen dafür, und dennoch sind sich alle darüber einig, daß diese Essenz, dieser innere Kern, unaussprechlich ist. Aber auch wenn man es nicht benennen kann, so wird dennoch jeder Mensch auf seine individuelle Weise das Verlangen im Herzen spüren, dieses
unaussprechliche Ziel zu erreichen. Die Heilslehren zeigen uns den Weg dorthin. Es ist immer der selbe Weg, auch wenn er viele Spielarten haben mag. Denn alle diese unterschiedlichen Formen folgen einem universellen Muster. So auch die REIKI-Lehre.
Ich möchte nur einmal anhand eines kleinen Beispiels zeigen, welches Muster man in der REIKI-Lehre erkennen kann, wenn man es allein mit unserem Zahlensystem vergleicht. Diese Analogie hat für mich das eine oder andere Mal einiges zum Verständnis für manche Zusammenhänge beigetragen.
1 = Die EINS steht für REIKI als Symbol für das All-einige, das Unteilbare, für das Göttliche.
2 = Die Zwei ist das Symbol der Polarität. Sie steht für die Aspekte männlich/weiblich, Yin/Yang und wird im REIKI durch geben und empfangen von REIKI erlebt.
3 = Die Drei wird durch die drei REIKI-Grade repräsentiert, die wiederum Stellvertreter für Körper, Geist und Seele sind. Es ist die Zahl der Vollkommenheit, denn sie kommt durch die Vereinigung von Gott (1) und Materie (2) => (1 + 2 = 3) zustande. Der erste REIKI-Grad ist deshalb vollständig. Der Schwerpunkt bezieht sich aber auf den Körper.
4 = Die Vier steht für die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft. Der erste REIKI-Grad, durch den die eigentliche Verbindung zu REIKI geschaffen wird, besteht aus vier Einstimmungen. Durch sie werden alle Aspekte der menschlichen Existenz mit REIKI verbunden. Diese vier Elemente findet man auch in der REIKI-Behandlung wieder:
Kopf-Positionen - Luft (Geistige Kraft)
Vorderpositionen - Wasser ( weibl. Teil des Körpers, aufnehmend und nährend)
Rücken - Feuer (Kundalini-Energie in der Wirbelsäule)
Beine - Erde (materielle Kraft, mit der Erde verbunden)
5 = Die Fünf findet ihre Verkörperung in den fünf REIKI-Lebensregeln. Sie führen uns den Idealzustand eines SELBSTerfüllten Lebens vor Augen, das jeder Mensch anstrebt.
6 = Die Sechs ist das Symbol der Schöpfung (6 Schöpfungstage Gottes). Sie ist das Produkt aus 2 x 3. Deshalb repräsentiert sie bei REIKI den II. REIKI-Grad, dessen Lernaufgabe ist, sich selbst als Schöpfer seiner eigenen Realität zu erkennen. Der Schwerpunkt des zweiten REIKI-Grades bezieht sich deshalb auf die geistige, mentale Ebene.
7 = Die Sieben kennen wir aus der Chakren-Lehre. Sie kennzeichnet die 7 Stufen, die man durchlaufen muß, um von einer Ebene zur anderen fortzuschreiten. Sie ist wie die Drei eine vollkommene, heilige Zahl, da sie nur durch sich selbst und durch die Eins teilbar ist.
8 = Die Acht ist schon immer das Symbol für die Unendlichkeit und für die Heilkraft. Heute identifizieren wir sie mit der Molekularstruktur der DNA (Doppelhelix).
Sie repräsentiert aber auch gleichzeitig das Gesetz, Recht und Ordnung und damit das Urmuster, das allem Leben zugrunde liegt. Sie ist also Ausdruck des göttlichen Plans, nachdem sich das Universum ausrichtet. Heilung erfolgt, wenn der Mensch in seine Ordnung zurückgekehrt ist.
9 = Die Neun markiert das Ende eines Fortschrittszyklus. Mit der Eins (10) beginnt eine neue Ebene der Spirale. Die Neun ist deshalb eine energische Zahl, die um bevorstehende Veränderungen weiß. Sie ist der Antrieb, etwas für andere zu leisten, den Willen zum allseitigen Wohl einzusetzen und bedingungslos zu kämpfen. Deshalb ist sie die Zahl, die den dritten REIKI-Grad symbolisiert (3 x 3). Sie ist das Ende, mit dem sich der Entwicklungskreis schließt und konzentriert sich überwiegend auf die seelisch/spirituelle Ebene.
10= Die 10 gilt als vollendete, vollständige Zahl. Nach den einstelligen Zahlen bringt sie die Rückkehr zur Einheit (1). Ich bekam zu Beginn meiner REIKI-Ausbildung 10 REIKI-Merkmale an die Hand, durch die man REIKI von anderen Energiemethoden unterscheiden kann.
Hier könnte man die Betrachtung eigentlich abschließen. Ich möchte sie aber dennoch ein wenig fortsetzen. Denn die 11 ist mir persönlich immer dann besonders hilfreich gewesen, wenn mich Selbstzweifel überkamen und ich meinen Weg mal wieder aus den Augen verloren habe. Irgendwann erinnerte ich mich dann daran, daß die 11 und die 22 in der Numerologie Meisterzahlen genannt werden. Beide habe ich in meinem Geburtsdatum (4+7=11) und (1+9+5+7=22). Mit ihrer Bedeutung kann ich mich 100%ig identifizieren, sowohl in der positiven, wie auch in der negativen Ausprägung. Sie haben mich oftmals wieder geradegerückt und mich ermuntert, meinen Weg fortzusetzen.
Abschließend fällt mir zur 12 ein, daß es 12 Grundpositionen in der REIKI-Behandlung gibt. Die 12 entsteht durch 3x4, das heißt Körper, Geist und Seele x Feuer, Erde, Wasser und Luft.
Zufall?
Sicher könnte man diese Analogien als gesucht oder zufällig abtun, doch das sind sie keineswegs. Man kann diese Entsprechungen ebenso im Tarot, in der Astrologie oder in den verschiedensten Mythologien finden. Sie unterliegen schließlich alle dem selben kosmischen Gesetz, das auch wir Menschen verkörpern. Somit spiegeln sich all diese Gesetzmäßigkeiten auch in jedem einzelnen von uns wider.
Deshalb ist es klar, wo man nach der Wahrheit zu suchen hat - bei sich selbst. Äußere Regeln und Systeme sind nur so lange nötig, wie wir das Gesetz in uns noch nicht gefunden haben, danach müssen wir uns aber von ihnen lösen. Tun wir das nicht, dann werden Heilswege schnell zur neuen Fixierung. Aus Hilfsmitteln zur Entwicklung werden Dogmen, die dann wiederum zur Veräußerlichung führen und der Ausgangspunkt für Streitigkeiten über richtig und falsch sind.
Für uns als REIKI-Praktizierende heißt das, daß es nicht wichtig ist, nach welchem REIKI-System man praktiziert, solange es aus der Quelle Mikao Usui stammt und mit dem kosmischen Gesetz in Einklang ist. Ob dies der Fall ist, spürt man vielleicht erst intuitiv und erkennt es dann nach und nach durch die eigene Bewußtwerdung. Man erkennt es an seiner klaren Struktur und der Einfachheit. Man könnte sogar sagen, je ein-facher, desto vollständiger ist es. Und etwas was vollständig ist, braucht auch keinerlei Erweiterungen und Verbesserungen, denn es repräsentiert ja schließlich die EINS, die göttliche Einheit.
|
|